            Da zum Teil nicht fr Clubmagazin entworfen bzw. noch
            nicht vllig fertiggestellt: keine Einwnde gegen
            nichtsinnentstellende redaktionelle Bearbeitung!
            
            
            (LAYOUT FR FIXED-SPACES-SCHRIFT, NICHT PROPORTIONAL)


         
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         RS 21.13         CPCEMU und KC compact - erste Schritte
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                   A M S D O S             wohl am schnellsten geht:
                                           REN CPCADOS.ROM CPCADOS.ORI
         Es stehen  mehrere  Wege  offen,  REN BASDOS.ROM CPCADOS.ROM
         seine KCc-Software  auf dem Emu-                             
         lator zu nutzen.  Der erste ist,     KC compact Version 1.3     
         die Dateien  einzeln  auf den PC
         zu holen und mit normalem AMSDOS  Kopiert man auch Betriebssystem-
         zu  arbeiten.  Im  Emulatorpaket  ROM und  Basic-ROM in den PC und
         ist  22DSK  enthalten.  Das Pro-  bindet sie  in den Emulator ein,
         gramm akzeptiert KCc-BASDOS-Dis-  kann auf dem IBM-Kompatiblen so-
         ketten, wenn Typ ALT5 ausgewhlt  gar  der komplette KCc  starten,
         wird.  Die Files knnen problem-  jedoch  deutet  eine Serie Warn-
         los als DOS-Dateien im TAPE-Ver-  hinweise, Ports betreffend, dar-
         zeichnis   abgespeichert  werden  auf hin,  da nicht  unter allen
         und von dort  unter dem emulier-  Umstnden   alles  funktionieren
         ten CPC auf gewohntem Weg in ein  wird,  so klappt hier beispiels-
         Diskettenabbild  kopiert werden,  weise das Drucken nicht mehr. Ab
         das vorher mit der Option /q von  Version 1.5  ist  dieses Problem
         CPCTRANS erstellt wurde.          aber behoben.
                                                                       
            K e i n e   F l o p p y ?            Was ist mit CP/M?   
                                           
         Nicht jeder hat auch die Disket-  KCc-MicroDOS-Disketten    lassen
         tenstation zum KC. Wenn er nicht  sich in Diskettenabbilder trans-
         schon eine serielle Schnittstel-  ferieren, wenn CPCTRANS.CFG fol-
         le hat, kann er das Adapterkabel  gendermaen ergnzt wird:
         basteln. Leider geht CPCPARA da-               DEFINE_FORMAT 7
         von aus,  da  der  sendende CPC               F_NAME = "SCANCPM"
         ber  ein Discdrive verfgt, le-               SCAN_FORMAT = 1
         diglich  ASCII-Files  knnen mit               TRACKS = 80   
         der Passage ab Zeile 600 erfolg-               HEADS = 2      
         reich bertragen werden. So ms-  Einzelne Files knnen  mit 22DSK
         sen Binrfiles  wie auch Screens  nach DOS  kopiert werden,  indem
         in Form von Basicladern, die mit  Format HCL1 gewhlt wird. Abbil-
         der Option A gespeichert wurden,  der  der MicroDOS-Disketten kn-
         vorliegen.                        nen folgendermaen  genutzt wer-
                                           den: aus der Systemspur wird die
                7 0 4 k   f r e e          Datei DOS5.BIN in ein BASDOS-Ab-
                                           bild kopiert,  sie hat die Para- 
         Ganze KCc-BASDOS-Disketten  kn-  meter &4000, &3FFF, &4000.  Wenn
         nen mit der CPCTRANS-Option /f 4  sie nun gestartet wird, wofr im
         in Abbilder  auf dem PC umgewan-  F7-Men der Interrupt resume auf
         delt werden. Dann mu der Emula-  Null gendert werden mu, meldet   
         tor natrlich auch zumindest mit  der emulierte KCc sich  nach ei- 
         dem VDOS20_O.ROM  gestartet wer-  nem  kurzen Moment  aus der RAM-
         den.  Wegen des hheren Komforts  Disk mit dem CP/M-Prompt A>. Die 
         lohnt es aber  auf  alle  Flle,  noch  im  "Laufwerk 0"  liegende
         das Floppy-ROM  der  KCc-Disket-  BASDOS-"Diskette"  lt sich mit                              
         tenstation  in den Emulator ein-  C: ansprechen,  legt man das Ab-
         zubinden.  Dann werden, ohne da  bild  der MicroDOS-Diskette ein,
         die Emulation  gewechselt werden  gilt das  logische  Laufwerk B:.
         mu,  in  "Laufwerk A"  auch das  Dieser kleine Umweg  ist notwen-
         SYSTEM-  und das DATA-Format von  dig, weil der RSX-Befehl fr den
         AMSDOS  akzeptiert.  ROM 7  wird  CP/M-Start nicht funktioniert.
         mit ROMGET.BAS als Datei gespei-                         the biker
         chert,  auf einem der schon aus-  EN:     It seems not to make any
         gefhrten Wege  in den PC geholt  sense to translate this text be-
         und entweder in CPCTRANS.CFG als  cause I cannot imagine  that the
         Floppy-ROM vereinbart oder durch  illegal GDR-clone of the CPC was
         Umbenennen nutzbar  gemacht, was  exported to the UK.




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         RS 21.14             CPCEMU: Das Ultra-Vortex-Format
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                 D i s c   f u l l         cksetzen soll.  CAT  -  und nun
                                           meint der "CPC": :20 K free.
         Diese Meldung hat CPC-User schon  Kurzes Stutzen - ach so, auf ei-
         immer viel zu oft gestrt. Daher  nen  vierstelligen  Wert  ist er
         wurden recht bald grere Forma-  nicht vorbereitet und nach der 9
         te angeboten. Damit das Directo-  kommt in der  ASCII-Tabelle  der
         ry aber  hhere Kapazitten ver-  Doppelpunkt.
         walten kann,  mu die Blockgre  Fllen wir also die Diskette mit
         gesteigert werden.  Das fhrt zu  Programmen, doch vorher noch ei-
         dem rgerlichen Nebeneffekt, da  ne kleine berlegung: wollen wir
         zum Beispiel beim  Vortex-Format  immer die beiden Werte poken? Im
         der  krzeste Lader  fr ein MC-  Bereich  &B1 bis &FF  werden sie
         Programm auf  jeden Fall  gleich  gebraucht, sonst wohl nicht. Da-
         4 Kilobyte frit, ein Screendump  her whlen wir zunchst Program-
         von eigentlich genau  16 K wegen  me, die wir nicht mehr verndern
         des Headers sogar 20 K statt der  wollen,  also zum Beispiel keine
         unter AMSDOS gewohnten  17 K be-  Highscore-Tabellen.
         ansprucht.                        Wenn mindestens  Block &4F ber-
         Wenn man den  CPC-Emulator  auch  schritten ist, werden die Blcke
         als Methode ansieht,  viele Pro-  &01 bis &4F nach &B1 bis &FF ko-
         gramme  auf dem PC  platzsparend  piert,  wofr der Diskettenmoni-
         unterzubringen  (bei meinem z.B.  tor  erst  umgeschrieben  werden
         betrgt  die kleinste adressier-  mu, und im Directory werden die
         bare Einheit 16 KByte), liegt es  Blocknummern <&50 um &B0 erhht.
         nahe,  den  Komprimierungseffekt  Nun schlgt die Stunde der Wahr-
         noch  strker  ausnutzen zu wol-  heit: werden die Programme immer
         len.                              noch geladen? Hurra, sie werden!
         Betrachten wir eine  Vortex-for-  Der Rest  des  Disc-Images  kann
         matierte Diskette:  die  hchste  mit jeder Sorte Programme belegt
         nutzbare Blocknummer ist &B0, 80  werden, auch der angezeigte ver-
         Spuren  sind beschrieben,  sechs  bleibende  Speicherplatz stimmt,
         Sektoren sind brig  und ergeben  ohne da gepoket werden mu.
         keinen vollstndigen Block mehr.
         Das Directory  wre aber  in der  EN:  A  Vortex-formatted  5.25"-
         Lage, bis Block Nummer &FF  wei-  disc can use  176 blocks of 4 K.
         terzuarbeiten. Am realen Floppy-  The  directory  is able  to rule
         Drive verhindert hoffentlich die  over  255 blocks,  not of a real
         Software  solche Anforderungen -  disc,  but of a  disc-image-file
         aber auf einem  DSK-File, sollte  of M. Vieth's emulator program.
         es da nicht realisierbar sein?    You only have  to create a  115-
                                           tracks-file  by  using  CPCTRANS
               1 0 2 0   K   f r e e       with the options /q /f 4 /t 115.
                                           Fill that "disc" with files  un-
         Eine kurze Rechnung ergibt,  da  til block &4F. Be sure you don't
         dann 115 Spuren erforderlich w-  want to change these files, they
         ren,  formatieren wir  also  ein  are not easy  to reach  any more
         solches Diskettenabbild  mit den  after the next step.
         Optionen  /q /f 4 /t 115  zu dem  Patch your disc monitor program,
         dem Befehlsaufruf  CPCTRANS.EXE.  copy the blocks  &01 - &4F  into
         Gut, das hat geklappt, aber wird  the blocks &B1 - &FF and add &B0
         es  der FDC  auch schlucken? Der  to  he block numbers  in the di-
         CAT-Befehl weist erst einmal im-  rectory.  Now you can write each
         mer noch "704 K free" aus, woher  kind of files  onto the emulated
         soll der Emulator auch von unse-  disc, blocks &01 - &B0  are easy
         ren  Absichten wissen?  Verraten  to reach.
         wir es ihm: POKE &A895, &FF sagt  If you poke &FF to &A895  and to
         dem  emulierten CPC  die hchste  &A8A8 the emulator  "knows" that
         Blocknummer und  POKE &A8A8,&FF,  the  "disc"  has  a capacity  of
         da er sie beim nchsten Zugriff  1020 K,  but it also works with-
         nicht gleich wieder auf &B0 zur-  out these pokes.       the biker

         


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                      A = Andere (?) Systeme:  KC compact                  21.15
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      W a s   i s t   e i n   K C c ?    so vorbildlich wurde die spter erhlt-
                                         lich gewesene Floppy dokumentiert.
Das werden sich  vielleicht  immer noch
viele CPC-Anwender fragen, weswegen ich            Die Diskettenstation
dieses Modell, das nach meiner berzeu-
gung in  der Hitliste  der unterschied-  Die Steuerelektronik  der  Diskettener-
lichen  Amstrad-Varianten   keinesfalls  weiterung kann zwei  physische Laufwer-
den letzten Platz einnimmt, hier einmal  ke ansteuern und erweitert  den RAM auf
so umfassend  es mir  mglich ist  vor-  128 K. Unter BASIC kann Drive B nur das
stellen mchte.                          Vortex-Format lesen  (128 Directoryein-
                                         trge),  Drive A  jedoch zustzlich die
          Sieht aus wie ein BIC          Nachbildungen des System- und DATA-For-
                                         mates von AMSDOS auf 5.25", singlestep.
Angekndigt wurde der ostdeutsche Nach-  Der Ursprung ist offenbar bei Dobbertin
bau des CPC zum ersten Male in (1), wo-  zu suchen - die VDOS-Inkompatibilitten
bei seine Herkunft nur  fr Insider aus  treten nicht auf.
der Erwhnung des Namens "Schneider" in
einem Nebensatz erkennbar war.  Das Ge-                   C P / M
huse,  so war zu erfahren,  hat er vom
"BIC A 5105" bernommen. Jener in Dres-  Unter CP/M knnen  auf den beiden Lauf-
den gebaute  Bildungscomputer  wurde in  werken bis zu acht logische Drives ver-
(3) angekndigt  und in (4) ausfhrlich  waltet  werden.  Die Defaulteinstellung
vorgestellt:  in den  technischen Daten  ist A: als 32K-RAM-Disc,  in Laufwerk 0
erinnert mich vieles an den Joyce.  Mit  B: im CP/M-Format  und in Laufwerk 0 C:
dem BIC  war beabsichtigt,  die Schulen  im Vortex-Format.  Das verwendete CP/M-
in der DDR flchendeckend auszustatten,  Format ist  mit fnf 1024 K groen Sek-
doch war international  zu der Zeit der  toren in seinen 80 Spuren (zwei Seiten,
CP/M-Zug  schon abgefahren...  Fr  den  die, wie in BASDOS auch,  von Anfang an
KCc ist das soweit in-                                       abwechselnd benutzt
teressant,  da es er-                                       werden) die einzige
klrt,  warum  er  nur                                       gewollte Abweichung
fnf F-Tasten hat, was                                       vom Originalsystem.
nach   meiner  Meinung                                       Dieses  Format  war
sein einziger Nachteil                                       in der DDR  und dem
gegenber dem Original                                       gesamten  RGW (COM-
ist (aber Abhilfe  ist                                       ECON) Standard. Die
mglich: siehe Bastelanleitung auf Sei-  Entwickler muten sicherlich, worauf in
te 20), und warum das Typenschild ober-  den Systemspuren  Kyrillisch als alter-
halb der Tastatur herausnehmbar ist: am  nativer Zeichensatz  genauso hindeutet,
BIC ist hier  ein Modulschacht vorgese-  Vorgaben von oben umsetzen.
hen. Die Anschlsse knnen in (6) nach-
gelesen werden  und die  Hardwareabwei-                                the biker
chungen beschreibt ausfhrlich ein Bei-
trag in (5).

           Das Grundgert

Die  detaillierte  Vorstellung  des KCc
erfolgte in (2), dort lautete der letz-
te Satz  "Der KC compact ist kompatibel
zum CPC 464". Hier mu nur ergnzt wer-
den, da die Nutzung des 8. Druckerbits
hardwareseitig vorbereitet ist  und da    Literatur:
CRTC 1 und  BASIC 1.1 verwendet wurden.
Dem Gert  lag das  BASIC-Handbuch bei,    (1) Funkamateur 1/1990
einzeln wurde  fr nur  10 Alu-Mark das    (2) radio fernsehen elektronik 7/1990
Systemhandbuch verkauft, das besonderes    (3) Mikroprozessortechnik 7/1988
res Lob verdient: Sprungleisten im RAM,    (4) Mikroprozessortechnik 10/1988
BASIC-ROM-Vektoren und  was sonst inte-    (5) PCAI 6/7'91
ressiert, alles kann man finden!  Eben-    (6) Rundschlag 15.29




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                      A = Andere (?) Systeme:  KC compact          RS 21.15
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          W a s   i s t   e i n   K C c ?  stemhandbuch  verkauft,  das be-
                                           sonderes Lob  verdient:  Sprung-
         Das werden sich vielleicht immer  leisten im RAM, BASIC-ROM-Vekto-
         noch viele  CPC-Anwender fragen,  ren und was sonst  von Interesse
         weswegen ich dieses Modell,  das  ist, alles kann man finden!
         nach  meiner berzeugung  in der
         Hitliste  der  unterschiedlichen          Die Floppystation 
         Amstrad-Varianten    keinesfalls
         den letzten Platz einnimmt, hier  Spter wurde auch noch eine Dis-
         einmal  so umfassend es mir mg-  kettenerweiterung angeboten: die
         lich ist vorstellen mchte.       Steuerelektronik  kann zwei phy-
                                           sische  Laufwerke  ansteuern und
              Sieht aus wie ein BIC        bringt noch einmal 64 K RAM mit.
                                           Unter BASIC kann Drive B nur das
         Angekndigt  wurde  der ostdeut-  Vortex-Format lesen, Drive A je-
         sche Nachbau des CPC  zum ersten  doch zustzlich  die Nachbildun-
         Male in (1), wobei sein Ursprung  gen des System- und Data-Formats
         nur  fr Insider  aus der Erwh-  von AMSDOS  auf 5.25"  in single
         nung des Namens Schneider in ei-  step.  Vorbild war offenbar Dob-
         nem Nebensatz erkennbar war. Das  bertins  Modell,  so wurden  die
         Gehuse, so war zu erfahren, hat  Inkompatibilitten des VDOS ver-
         er vom "BIC A 5105"  bernommen.  mieden. Auch hierzu ein Handbuch
         Dieser  in Dresden  gebaute Bil-  und  ein  exzellentes  "Handbuch
         dungscomputer  wiederum wurde in  fr den Programmierer".
         (3) angekndigt  und in (4) aus-
         fhrlicher vorgestellt.  In des-               C P / M 
         sen  technischen Daten  erinnert
         mich  vieles  an den Joyce.  Mit  Unter CP/M knnen auf den beiden
         dem BIC  war  beabsichtigt,  die  Laufwerken  bis zu acht logische
         Schulen  in der DDR  flchendek-  Drives verwaltet werden. Die De-
         kend  auszustatten,  zu der Zeit  faulteinstellung ist A: als 42K-
         war international allerdings der  RAM-Disc,  B: in  LW 0  im CP/M-
         CP/M-Zug schon abgefahren...      Format und C: in LW 0 im Vortex-
         Fr den KCc ist das soweit inte-  Format. Hier ist jedoch die ein-
         ressant,  da es erklrt,  warum  zige gewollte Abweichung zum Ur-
         er nur  fnf F-Tasten  hat (sein  sprungssystem   zu  verzeichnen:
         einziger Nachteil  gegenber dem  das CP/M-Format hat 80 Spuren zu
         Original,  wenn Ihr mich fragt),  5 Sektoren von 1024 Byte auf je-
         und warum  das Typenschild ober-  der Seite. Die zweite Seite wird
         halb der Tastatur  herausnehmbar  brigens,  ebenso wie in der BA-
         ist - beim BIC ist  hier ein Mo-  SIC-Betriebsart,  von  Anfang an
         dulschacht vorgesehen.  Die son-  mit genutzt  und nicht erst nach
         stigen  ueren Merkmale  knnen  dem  Fllen  der  ersten  Seite.
         in (6) nachgelesen  werden.  Die  Dieses  von Amstrad  abweichende
         Hardwareabweichungen  sind  aus-  Format war im RGW (oder COMECON)
         fhrlich in (5) beschrieben.      Standard  -  die Entwickler  der
                                           Floppy hatten offensichtlich, so
                  Das Grundgert           auch beim Kyrillisch  als alter-
                                           nativem  Zeichensatz  in den Sy-
         Die detaillierte Vorstellung des  stemspuren, Forderungen von oben
         KCc erfolgte in (2), hier laute-  zu bercksichtigen.
         te der Abschlusatz "Der KC com-                         the biker
         pact ist kompatibel zum CPC 464"  Literatur:
         Hier mu nur ergnzt werden, da
         die Nutzung  des  8. Druckerbits  (1) Funkamateur 1/1990
         schon hardwareseitig vorbereitet  (2) rfe 7/1990
         ist und da er  CRTC 1 und BASIC  (3) MP 7/1988
         1.1 enthlt.  Dem Gert  lag das  (4) MP 10/1988
         BASIC-Handbuch bei, einzeln wur-  (5) PCAI 6/7'91
         de fr  nur 10 Alu-Mark  das Sy-  (6) Rundschlag 15.29




     Ich habe ein bichen mit dem Emulator weiterexperimentiert. Es gab
     doch schon immer die Bemhungen, noch mehr Platz aus den Disketten
     herauszukitzeln, und hier wollte ich auch einmal ansetzen. Du weit
     ja, Vortex ist toll, aber fr jeden noch so kleinen Krmel werden
     gleich 4 K verbraten. Alles auf einmal kann man halt nicht haben.
     Aber wie sieht es mit den Diskettenabbildern aus? Der letzte Block
     hat die Nummer &B0, &B1 wre schon nicht mehr vollstndig, weil nach
     80 Spuren Schlu ist. Von der Verwaltung des Directory knnte man bis
     Block &FF gehen. Grbel, grbel. Versuchen wirs doch einfach mal. Mit
     "CPCTRANS C: C:\EMUL\DISC\VORTEX\SUPER.DSK /f 4 /t 115 /q" formatie-
     ren wir ein Diskettenabbild mit 115 Spuren. (Allerdings habe ich erst
     umstndlichere Wege probiert - der hier klappt einwandfrei.) Dann ha-
     be ich noch mein Diskettenmonitorprogramm etwas anpassen mssen. Nun
     stand noch der Test aus, ob der FDC mitspielt, ein Programm aus Block
     &B1 bis &FF zu holen - hurra, er tut es! Somit kann ich jetzt in ein
     Diskettenabbild statt 704 Kbyte 1020 Kbyte Programme stopfen - ist
     doch ein akzeptabler Ausgleich fr die Verschwendung, da das kleinste
     Programm mindestens 4 K frit, oder?
     Wenns einen strt, da bei einem leeren Diskettenabbild im Vortex-Su-
     per-Format statt der tatschlich 1020 nur die gewohnten "704 K free"
     gemeldet werden, dann mu er 255 in &A895 poken (maximale Blocknummer)
     und 255 in &A8A8, damit der erste Wert nicht durch Login beim nchsten
     Diskettenzugriff auf 176 zurckgesetzt wird. Dann darf er aber auch
     nicht bse sein, den Doppelpunkt (ASCII &3A) als Ziffer 10 deuten zu
     mssen - ":20 K free" heit "1020 K free". Das Problem besteht ohnehin
     nur, bis der 6. Block belegt ist. Sobald die zustzlichen Blcke voll-
     stndig belegt sind (siehe nchster Absatz), stimmt auch die Anzeige,
     wieviele Blcke noch FREI sind, ohne Klimmzge.
     Die Handhabung mte so laufen: zunchst spielt man Programme wie ge-
     wohnt auf, achtet aber darauf, da z.B. keine Highscorelisten dabei
     sind, die u.U. aktualisiert werden sollen. Ist die Belegung bis minde-
     stens Block &4F fortgeschritten, kopiert man im Abbild die Blcke &01
     bis &4F nach &B1 bis &FF, korrigiert die Blocknummern im Directory
     (jeweils &B0 addieren) und kann nun vorne wieder speichern, was man
     lustig ist, nun auch Dateien, die noch ab und zu modifiziert werden
     sollen. Nur schade, da man die Riesendisketten nicht auf 5 1/4 " zu-
     rckkopieren kann...
     Ermutigt von dem Erfolg, da das Ganze wirklich geklappt hat, habe
     ich gleich weitergebastelt. Spur 0 ist doch beim KCc unbenutzt (kann
     auch nicht fr CP/M genutzt werden, weil der KCc dann ein anderes
     Diskettenformat erwartet), hier habe ich wieder in den ersten fnf
     Sektoren EXODOS.BIN untergebracht (ohne Header). Das Starterprogramm
     (einlesen und initialisieren) habe ich mit einem anderen Programm
     gekoppelt, auerdem die Mglichkeit reingenommen, das Programm zum
     "Booten" zu verwenden, also auf dem Bildschirm erscheinen die File-
     namen, mit den Cursortasten kann man einen auswhlen und dieses Pro-
     gramm mit der RETURN-Taste starten (siehe mein Rundschlag-Beitrag
     "Fast ein eigenes ROM"). Von der Nettokapazitt des Diskettenabbilds
     wird nur der Platz fr das Programm, an das diese Zustze gekoppelt
     werden, verbraucht und drei Directory-Eintrge. Das ganze Programm
     steht also unter drei verschiedenen Namen im Directory, und je nach-
     dem, unter welchem Namen es aufgerufen wird (Abfrage aus den RAM-
     Pltzen, die den Namen speichern), startet es das Auswahlmen, initi-
     alisiert es EXODOS oder startet als Diskettenmonitor, oder an welches
     Programm auch immer man diese Zustze gekoppelt hat.
     So macht das Computern Spa, wenn die Projekte, die einem so einfal-
     len, sich auch in die Realitt umsetzen lassen!



     Thema 3: Zhlweise der Sektoren.  Damit meine ich, da,  soweit ich da
     bisher durchgestiegen bin,  Vortex erst  die A-Seite  durchgeht,  nach
     Spur 0 Sektor 9 kommt Spur 1 Sektor 1,  der KCc aber  die B-Seite auch
     schon einbezieht,  nach Spur 0 Sektor 9 kommt Spur 0 Sektor 10.  Somit
     zhlt Vortex die Spuren von 0 bis 159 und die Sektoren (lassen wir den
     Offset auer Betracht) von 1 bis 9. Der KCc zhlt die Spuren von 0 bis
     79 und die Sektoren von 1 bis 18.  Meine Frage nun:  wirkt sich das in
     irgendeiner Situation gefhrlich aus oder wird das  in jedem Fall  in-
     tern durch die Arbeit des FDC kompensiert?

     Das Ganze geht auch (?) mit VDOS-ROM, aber nicht vermengen, VDOS
     liest das KCc-Super-Vortex, aber ob es es auch richtig beschreibt?
     RS 14.37   RS 17.11


                  KC compact           Vortex

                     0  0               0  0
                     0  1               0  1
                     0  2               0  2
                     0  3               0  3
                     0  4               0  4
                     0  5               0  5
                     0  6               0  6
                     0  7               0  7
                     0  8               0  8
                     
                     0  9              80  0
                     0 10              80  1
                     0 11              80  2
                     0 12              80  3
                     0 13              80  4
                     0 14              80  5
                     0 15              80  6
                     0 16              80  7
                     0 17              80  8

                     1  0               1  0
                     1  1               1  1

     ______
     KCc (XDDOS?)  9 x 512 x 80 x 2   Sektoroffset 0  1 Systemspur, ungenutzt
     "BASDOS"      128 Directoryeintrge in 1-0 bis 1-7
                   Zhlweise: 0-0 bis 0-8 (Kopf 0), 0-9 bis 0-17 (Kopf 1),
                              1-0 bis 1-8, 1-9 bis 1-17 usw.
                   Blcke zu 4 K ab 1-8
                   Dateilngeanzeigen werden auf volle 4 K aufgerundet!
                      Ausgangswert 704 K (also Directory bereits abgezogen)

                   VORTEIL: DATA- und SYSTEM-Format AMSDOS werden auch erkannt
                            kommt das von Dobbertin oder ist wenigstens das
                            eine Mhlhuser Erfindung?

     KCc CP/M      10 x 512 x 80 x 2   Sektoroffset 0  2 Systemspuren CPM 2.6
     "MicroDOS"        Directoryeintrge in 2-0 bis 2- 
                   Zhlweise: 0-0 bis 0-9 (Kopf 0), 0-10 bis 0-19 (Kopf 1),
                              1-0 bis 1-9, 1-10 bis 1-19 usw.
                   Blcke zu 4 K ab    
                   
                   Mit geeigneter Software jedes denkbare Format verarbeitbar

     Vortex        9 x 512 x 80 x 2   Sektoroffset ?  2 Systemspuren         
     VDOS 2.0      128 Directoryeintrge in 2-0 bis 2-7
                   Zhlweise: 0-0 bis   0-8 (Kopf 0)                        
                              1-0 bis   1-8                     
                                  ...         ...
                             79-0 bis  79-8 (Kopf 0)
                             80-0 bis  80-8 (Kopf 1)
                                  ...         ...
                            159-0 bis 159-8 (Kopf 1)
                   Blcke zu 4 K ab 2-8
                   Dateilngeanzeigen werden auf 1 K genau angezeigt
                        freier Platz in 4 K - Schritten
                        Ausgangswert: 708 K, darin aber stets 4 K Directory

                   NACHTEIL: andere Formate werden abgelehnt





     Als Anhang habe ich eine Tabelle entworfen, die die  unterschied-
     lichen CPC-Formate einander nach mglichst vielen Gesichtspunkten
     gegenberstellt, kannst Du die vervollstndigen und in den  Rund-
     schlag bringen?
                             K  AMSDOS VORTEX DOBBERTIN KCc    CPCEMU
                             a
                             s  C V D I  V V   X  X     B M
                             s  P e a B  D D   D  D     A i
                             e  M n t M  O O   D  D     S c
                             t    d a    S S   O  O     D r
                             t    o            S  S     O o
                             e    r      1 2            S D
                                         . .   1  2       O
                                         x x   .  .       S
                                               x  x

     Blocklnge             2K                         4K
     Anzahl der Blcke                                176
     Directoryeintrge                                128
     Seiten                                             2 2
     Spuren / Seite                                    80 80
        Numerierung                                  0-79
     Systemspuren                                    1 *) 2
     Sektoren / Spur                                    9 5
     Bytes / Sektor                                   512 1024
     Lage Directory                               1.0-1.7
     Beginn erster Block                              1.8
     Sektoroffset                                       0
     singlestep / doublestep                           SS SS
     Disketten                                         5.25"
     Schnittstelle                                    Shugart
     Laufwerk                                           TEAC
     Kapazitt                                       720K 800K
        ohne Systemspuren
        und Directory                                704K
     Lesekpfe                                           2
     Wendediskette                                      nein
     Sonstiges                                  *)
                                                ungenutzt




Z=Zeichensatz    KYRILL.FNT, KEYBOARD.PIC
Als im RGW-(bzw. COMECON-)Bereich hergestellter Computer ist der KC compact 
mit Russisch (besser gesagt Kyrillisch) als alternativem Zeichensatz
ausgestattet, allerdings nicht im Floppy-ROM, wie ich neulich khn behauptete,
sondern in den Systemspuren der CP/M-Diskette. Nun knnt Ihr (s. RS 13.40)
in Eure Weihnachts/Neujahrs-Gruliste auch noch "S Nowym Godom!" aufnehmen.                 the biker

U=Utility   Grafik- und Texthardcopy fr KCc   A3A5A7TE.BAS
Aus Band I von Herrn Thomas CPC-Buch entnahm ich die Texthardcopy und die
Grafikhardcopy. Letztere war fr Druck mit jeweils vier Nadeln gleichzeitig
eingerichtet, was ich auf acht Nadeln vernderte. Auerdem schrieb ich die
Grafikhardcopy auf je eine Variante fr doppelte und halbe Seitenlnge,
(somit vierfach grere bzw. kleinere Flche) um. Sie unterscheiden nur
zwischen Hinter- und Vordergrund, ermglichen also keinen Mehrfarbausdruck
in verschiedenen Graustufen.
Der ganz kleine Bildschirmabzug (102 mm * 70.5 mm), der sich ausgezeichnet
eignet, einen Briefkopf zu verzieren, ist allerdings nicht fr MODE 2
verwendbar, weil in dem Fall die Bildschirmauflsung doppelt so fein wie
die Auflsung in Drucker-dots ist. Soll er weiter rechts auf dem Papier
plaziert werden, schickt man einfach vorher die Sequenz 27 108 n an den
Drucker, um den linken Rand zu verschieben und startet mit "CALL a7+3"
statt nur "CALL a7".
Der "normale" Abzug ist 203 mm * 141 mm gro, fr den groen (449 mm * 255 mm)
wre eigentlich schon ein A3-Drucker erforderlich, den ich auch nicht habe,
ich klebe halt zwei Teilausdrucke zusammen. Fr diese kann man geeignete
von-bis-Daten fr Zeile und Spalte POKEn, wohin, zeigt die untenstehende
Tabelle. Ebenso mu dann die Zahl der Daten je Grafikzeile des Druckers
verndert werden.
Der ganz groe screen-dump wird hochkant gedruckt, beginnt von der rechten
oberen Bildschirmecke zur rechten unteren. Es passen auf die Breite des
Papiers aber nur 80% der Hhe des Bildschirms. Wer sich nicht mit dem POKEn
abmhen mchte, scrollt fr den zweiten Teilausdruck fnf- bis zwanzigmal
nach oben.
Der Textabzug wird mit "CALL text" gestartet, die Grafik-Kopien mit
"CALL a3", "CALL a5" bzw. "CALL a7" entsprechend dem nchstgelegenen
DIN-Format; letztere knnen jeweils durch Drcken der TAB-Taste vorzeitig
abgebrochen werden. Ein Epson-kompatibler Drucker wird vorausgesetzt. Nach
dem POKEn des Maschinencodes wird zunchst die Centronics-Schnittstelle
fr 8 bit eingerichtet, was beim KCc hardwaremig keiner Vernderung bedarf
(s. Handbuch S. 117 f.), inwiefern es auch an einem umgebauten CPC wirksam
ist, kann ich nicht beurteilen.
Hier erst einmal die Tabelle fr das POKEn zum Ausdrucken von Teilbereichen
des Bildschirms (z.B. zweier Teilausdrucke fr ein A3-Bild):

                                                           Daten je Zeile
   Format   X links   X rechts     Y oben    Y unten    low-byte   high-byte
   ------------------------------------------------------------------------
     A3     &99E7/8    &999A/B    &99A1/2    &9908/9     &9A19       &9A1E
     A5     &98F7/8    &991A/B    &98F1/2    &9929/A     &9970       &9975
     A7     &9a33/4    &9A58/9    &9A2D/E    &9A67/8     &9A99       &9A9E
    Text                           &9ABF      &9ADE

Der Textabzug erkennt selbstndig den aktuellen Bildschirmmodus und ersetzt
Zeichen, die er nicht erkennen kann, auch Buchstaben auerhalb des
gewhnlichen Rasters (TAG), durch Leerzeichen.
Auerdem habe ich in das Programm die RSX-Kommandos zur Zeichensatznderung
aus dem Handbuch (S. 34 ff.) bernommen. Das ganze Programm habe ich tief
genug angesiedelt, um mit anderen Zeichenstzen arbeiten zu knnen. Diese
lassen sich ebenso fett, schmal und kursiv darstellen, nach dem Befehl
"|NORMAL" wird allerdings wieder der Standardzeichensatz aus dem ROM
aktiviert. 
                                                                  the biker

           
Mittlerweile hatte ich auch einmal probiert, die KCc-Floppy (samt Steuer-
elektronik) an den Original-464 anzuschlieen. Es klappte fast, vermutlich
ist es das alte Problem mit der zu geringen Belastbarkeit der 5 V am Pin 27.
                                                                            
H=Hardware   Nachrstung F-Tasten am KCc  (s. F-TASTEN.KCC)
Entsprechend dem Komment von Stephan Sommer zu meiner Kurzvorstellung des
KC compact auf RS 15.29 habe ich mir Gedanken gemacht, wie ich meinem KCc
zu seinen fehlenden F-Tasten verhelfe. Auer im Systemhandbuch (S. 126) wurde
auch auf RS 16.06 freundlicherweise die Tastaturmatrix dargestellt. Der rechte
Teil des Bildes beschreibt die Minimalvariante. Der KCc steht normal vor mir,
nur die obere Gehuseschale ist abgenommen. Rechts ist die Tastatur ber
Quetschstecker/Buchse an das "Motherboard" angeschlossen. Den Stecker mu ich
an den dargestellten Pins anzapfen, also oben 3. bis 5. von links und unten
5. und 6. von rechts. Zum Probieren gengt es, dnne Kabel mit einzuklemmen,
hat sich die Lsung bewhrt, ist es natrlich ratsam, die Punkte zum Anlten
ausfindig zu machen. Die fnf Drhte lassen sich gut an dem herausnehmbaren
Typenschild in der oberen Gehusehlfte herausfhren. Bei mir sind sie
zunchst an eine Diodenkupplung geltet, denn immer werden die Tasten F5 bis
F9 auch nicht gebraucht. Bei Bedarf stecke ich den Diodenstecker, mit dem das
ausgediente und umgebaute SEGA-Joypad verbunden ist, in die Kupplung und kann
Tictac spielen, ohne es erst umprogrammieren zu mssen. Ebenso knnte ein
Joystick verwendet werden, um die erforderlichen fnf Schliekontakte
bereitzustellen. Hat man eine Telefon- oder Taschenrechnertastatur zur
Verfgung, kommt man natrlich gleich auf den Gedanken, alle zehn F-Tasten
herauszufhren und in ergonomischer Anordnung zur Verfgung zu haben, manche
Spiele nutzen die F-Tasten statt des Cursortasten-Kreuzes oder Joysticks.
Hierfr ist der linke Teil des Bildes ein Entwurf. Zuletzt will ich nicht
lnger verheimlichen, da einem in jedem Fall ein Auftrennen und Neuverbinden
der Leiterbahnen des Joypads, der Telefontastatur usw. nicht erspart bleibt,
aber allzu schwierig ist das auch nicht. Viel Erfolg!                                                                   
                                                                 the biker

H=Hardware   Druckerausgang KCc
Ging es jemandem anders auch wie mir - der neuangeschaffte Drucker versagte
am KCc von Anfang an seinen Dienst? In meinem Fall lag es am INPUT PRIME-
Signal, das der Drucker (im Handbuch nachsehen) am Pin 31 des 36poligen
Druckersteckers erwartete. Ein Stck Bast zum Isolieren dieses Kontakts
war die erste und funktionierende Lsung. Spter habe ich den betreffenden
Draht im Druckerkabel abgeltet und in die Luft gehngt. Da die Garantie
lngst um ist, kann man auch im KCc den entsprechenden Kontakt der Buchse
von der Masse trennen. Anders als beim Original-CPC mu fr die Nutzung
des 8. Bits der Centronics-Schnittstelle keine Hardware-Vernderung
vorgenommen werden - den Patch aus dem Systemhandbuch (S. 117) zu
bernehmen, lohnt unbedingt! Zusammen mit der RSX-Erweiterung
(Systemhandbuch S. 34 ff.) zur Zeichensatznderung und einer Hardcopyroutine
hat man schon eine Minimalausstattung zum Drucken von kleinen gestalteten
Texten. (s. A3A5A7TE.BAS)

E=Einsteiger
Was das Handbuch verschweigt: Beim Editieren von BASIC-Zeilen kann das Ende
der EINGABE-Zeile (also nicht nur der BILDSCHIRM-Zeile) mit
<CTRL>-<Cursor Down>, der Anfang mit <CTRL>-<Cursor Up> erreicht werden,
auerdem wechselt man mit <CTRL>-<TAB> zwischen berschreib- und Einfgemodus
hin und her.
Die Joystickbuchse ermglicht den Anschlu von zwei Joysticks mit je zwei
getrennt abfragbaren Feuertasten. Ist am Joystick nicht gleich eine Buchse
zum Anschlu des nchsten Joysticks, kann man aus zwei Joystick-
verlngerungskabeln, die schraubbare, nicht zugeschweite, Stecker und
Kupplungen haben sollten, folgendermaen eine Joystickweiche bauen: Ein
"Mnnchen" und ein "Weibchen" werden aufgeschraubt, vom "Weibchen" werden
alle Anschlsse abgeltet und am gleichen Pin des Mnnchens wieder angeltet,
mit Ausnahme von Pin 8 und 9, die ber Kreuz verbunden werden. Nun mu 
nur noch in die Gehuseschale des "Mnnchens" eine ffnung fr das zweite
Kabel gebohrt werden, damit der Stecker wieder zusammengeschraubt werden
kann. Der Platz jedenfalls ist ausreichend, eine solche Weiche versieht bei
mir seit Jahren treu ihren Dienst. Sie bietet auch noch den Vorteil grerer
Bewegungsfreiheit und eines Abstands vom Monitor, der die Rasterzeilen
nicht mehr erkennen lt.
Nun zum zweiten Feuerknopf. Eventuell hat man einmal einen Joystick mit
Autofire gekauft und ihn enttuscht in die Ecke geworfen, weil das Autofire
am CPC nicht klappt. Dieser Joystick kann nun doch noch ntzlich werden, denn
er hat eine Anschluleitung mit mehr als sechs Adern. Wir schrauben ihn auf,
lten das Autofire ab (den Anschlu, der zu Pin 5 fhrt) und schaffen eine
Verbindung vom Pin 7 zum zweiten Feuerknopf. Dort trennen wir den
Parallelanschlu zum ersten Feuerknopf auf und schlieen stattdessen die
neue Ader an. Denkbar ist hier ebenfalls die Verwendung eines (mehr als
sechsadrigen) Joystickverlngerungskabels anstelle des alten Anschlukabels,
vor allem, wenn sowieso noch ein Joystick mit Kabelbruch herumliegt.
Der CPC hat nur einen Grnmonitor? Er lt sich an der SCART-Buchse des
Farbfernsehers anschlieen! Im Handel gibt es ein "Video-Universal-berspiel-
Set", dessen Kern ein Kabel mit zwei 6poligen DIN-Steckern ist. Den einen
bekommt der CPC in seine Buchse an den anderen kommt der SCART-Stecker, bei
dem wir vorher fr folgende Zuordnung gesorgt haben: DIN <1,2,3,4,5,6> geht
in dieser Reihenfolge zu SCART <15,11,7,16,17,20>. Beim Kauf mu man darauf
achten, da das Kabel rund ist, das flache hat nur Abschirmung plus vier
Adern und damit fr unsere Zwecke eine Verbindung zu wenig!

Der CPC hngt sich manchmal auf und statt eines RESET-Knopfes bleibt uns nur
der POWER-Schalter? An Pin 40 und 49 des Expansionsports wird ein Schlieer
angeschlossen, fr den Anfang tun es auch zwei Drhte, deren blanke Enden
bei Bedarf aneinandergebracht werden. Beim KCc sind es die Pins 21A und 26B.

Beim Abspeichern von Bildschirmabzgen werden 16 K auf der Diskette verbraucht
und ein zustzlicher Block, weil der Header auch noch Platz braucht. Sofern
auf die erste oder die letzte Pixelzeile des Bildes verzichtet werden kann,
lt sich der Speicherplatzbedarf auf die 16 K beschrnken - beim KCc ist das
ein Gewinn von 4 K (BASDOS ist weitgehend kompatibel zum Vortex-System) - und
zwar folgendermaen:
Abspeichern ohne erste Pixelzeile: SAVE"!filename.ext",B,&C050,&3F80 und
Abspeichern ohne letzte Pixelzeile: SAVE"!filename.ext",B,&C000,&3F80, wen es
betrifft, mit dem entsprechendem Klammeraffenbefehl. Vor dem Laden ist dann
besser der Bildschirm zu lschen, damit in der betreffenden Zeile nicht die
alten Pixel verbleiben. 

Das Einbrennen von Buchstaben in den Bildschirm bei Arbeitspausen verhindert
"CLS:CALL &BB06" oder "CLS:WHILE INKEY$<>"F":WEND", wenn nicht irgendeine
beliebige Taste, sondern z.B. nur das groe F die Weiterarbeit ermglichen
soll. Den Vogel schiet allerdings "TIMEOUT" aus dem CPCAI-Sonderheft 5'87
ab.

Versehentlich gelschte Programme kann man nach POKE &A701,&E5 wieder laden,
es sei denn, inzwischen wurde auf der Diskette schon wieder etwas anderes
gespeichert. Nach Rckkehr in den ursprnglichen Userbereich dort wieder
abspeichern. Oder (im User 229) durch den RSX-Befehl REN einfach die
Usernummer korrigieren: |REN,"0:filename.ext","filename.ext", was fr
Binrdateien das Problem lst, da man die Parameter nicht mehr wei.
berhaupt kann man in der Programmentwurfsphase im User 229 arbeiten,
wenn man sich sicher ist, kein Backup zu bentigen, aber am Ende nicht
vergessen, es dann in seinen richtigen Userbereich zu bringen.

Programme/Daten, die nicht jeden etwas angehen, knnen in normal nicht
zugnglichen Userbereichen untergebracht werden, AMSDOS nutzt von den
256 denkbaren nur 17. Meine Kontofhrung z.B. findet nicht im User 0 statt.

Das erste Programm, um das sich ein Diskettenbenutzer kmmern sollte, ist
ein Diskettenmonitor. Ich benutze am hufigsten das Programm von Herrn Thoma,
nachdem ich es mir fr das KCc-System umgearbeitet habe. Ausgezeichnet finde
ich auch EXODOS aus dem CPCAI-Sonderheft 6'88 (bzw. DGSDOS von der RS-Disk
16/18), da hier ntzliche Fhigkeiten als RSX-Erweiterung zur Verfgung
stehen, nur kann ich davon noch nicht alle Funktionen nutzen. Sicher hat
jeder seinen eigenen Favoriten. Ist man sicher genug im Arbeiten mit diesem
Programm, kann man sich das CPC-Leben mit vielen nutzbringenden Sachen
versen. Im Directory kann man alle Programme, die von einem anderen
aufgerufen werden, verstecken, indem man den zweiten Buchstaben der Extension
PEEKt, um &80 vergrert und zurckPOKEt. Dann stehen nach dem CAT-Befehl
keine Programme mehr auf dem Bildschirm, die sich sowieso nicht mit
RUN"filename.ext" starten lassen. Auch ist zu empfehlen, die Files, die man
gewi nicht lschen will, mit dem Schreibschutzattribut zu versehen (erster
Buchstabe der Extension, PEEKen, 128 addieren, POKEn). Im Directory lassen
sich auch noch der Name der Diskette (erstes Zeichen ein kleinerer ASCII-Code
als 65, damit nach CAT dieser Name als erstes erscheint) und/oder
Informationen ber die Formatierungsart der Diskette unterbringen. Im ersten
Eintrag eines Programms ist nach dem Header noch Platz, um dessen Herkunft zu
vermerken, wei man die Anwendung nicht mehr sicher, kann man hier erfahren,
in welcher Zeitschrift die Bedienungsanleitung nachzulesen ist. Fr seine am
hufigsten genutzten Programme kann man je einen (versteckten) Eintrag mit
krzerem Namen (z.B. "D.   " fr Diskettenmonitor, aber ansonsten
unvernderten Parametern schaffen, falls vorhanden, natrlich auch fr die
Extend-Eintrge).

Das Abtippen von DATA-Listings kann man sich vereinfachen, indem man
zunchst ein Binrfile mit den erforderlichen Parametern speichert (hier kann
man schon die Nummern der DATAs je Zeile POKEn, was sich beim Eingeben als
Hilfe erweisen kann) und danach mit dem Diskettenmonitor in den betreffenden
Sektoren ndert. Oft sind hier auer dem Checksummer zustzliche
Prfverfahren integriert, die man in geeigneter Weise in sein Monitorprogramm
einbinden kann.

LT = Leserbrief, Tip
Fr eine sehr kurze Maschinencoderoutine lohnt es sich nicht, auf der
Diskette ein oder mehr K zu verschwenden, sie mu auch nicht DATA-Zeilen
fllen, sondern kann gleich mit dem Basicprogramm geladen werden. Bei
M.W.Thoma fand ich in "CPC-464/664 Praxis I" folgenden Trick: die erste
Zeile enthlt nur einen REM-Befehl und dahinter die erforderliche Anzahl
von beliebigen Zeichen. Nun kann nach blichen Verfahren ab &175 der
Maschinencode gePOKEt werden, bevor das Programm gespeichert wird.
Nach dem Laden steht die Routine sofort zur Verfgung. Zustzlich kann diese
Zeile wie von Stefan Nhammer in RS 15/34 beschrieben durch POKE &172,0
versteckt werden, dann darf aber nicht in ASCII geSAVEt werden (wenn das
Programm von einem anderen mit MERGE aufgerufen werden soll und der CPC
keine Token-Files MERGEn kann)! Auerdem darf die Routine keine 00 enthalten,
das sieht der Basicinterpreter als Zeilenende an und stiftet Verwirrung.
Diese Stellen mten mit anderen Zeichen gefllt und beim Starten durch das
Basicprogramm selbst nachtrglich auf 00 gePOKEt werden. Will man dieses
Programm speichern/kopieren, darf es dann natrlich noch nicht gestartet
worden sein. Das Ganze ist brigens in "BASCODER.BAS" angewendet worden.                                      
                                                               the biker
